0 %So viele Mitglieder hat die Reformierte Kirche Zürich seit 1970 verloren. Dahinter stecken vier grundverschiedene Beziehungen zur Kirche.
Für diese Arbeit haben 53 Menschen 36 Aussagen über die Kirche sortiert: von «stimmt voll» bis «stimmt gar nicht». Aus den Mustern wurden vier Archetypen. Einer davon passt ziemlich sicher zu dir.
Von 416’000 im Jahr 1950 auf den Höchststand 1970. Und seither?
Tippe ein Szenario an, um es zu vergleichen:
Szenarien, keine Prognosen (Anhang K der Arbeit).Quelle: Eigene Darstellung nach Anhang K; BFS Volkszählungen, Jahresberichte der Landeskirche.
Welcher Archetyp bist du?
Zehn Aussagen aus der echten Studie, eine nach der anderen. Sag bei jeder, wie sehr sie dir entspricht: wischen oder tippen. Am Ende siehst du, welchem der vier Muster du am nächsten stehst.
Aussage 1 von 10
Tastatur: 1 bis 5
Dein Ergebnis
…
Das ist ein heuristischer Selbsttest mit 10 von 36 Aussagen, keine Q-Studie. Archetypen beschreiben Muster subjektiver Sichtweisen, keine Personenkategorien. Es wird nichts gespeichert oder übertragen.
Die Auswertung vergleicht deine Antworten mit den vier Faktorprofilen der Studie (, Anhang E der Arbeit). Alles bleibt in deinem Browser.
Vier Archetypen, vier Logiken.
Die Faktorenanalyse der 53 ergab vier klar unterscheidbare Beziehungsmuster. Sie unterscheiden sich weniger nach Nähe oder Distanz zur Kirche als nach der Art des Werts, den sie ihr zuschreiben. Klick dich rein.
Die Karten reagieren auf deine Maus. Ein Klick öffnet das volle Profil mit Aussagen, Zitat und Fehlansprache.
Das Spannungsfeld.
Zwei Achsen genügen, um die vier Muster aufzuspannen: Wie nah steht jemand der Institution? Und woran orientiert sich der zugeschriebene Wert, eher gesellschaftlich-ethisch oder eher spirituell-persönlich? Auffällig: Nur ein einziger Archetyp steht der Institution wirklich nah.
Zieh die Punkte herum und spiel mit der Frage: Was müsste passieren, damit sich einer bewegt? Loslassen genügt, sie federn zurück.
Heuristische Positionierung auf Basis der Faktorinterpretation (Abbildung 15 der Arbeit), keine metrische Messung. Achsen: institutionelle Nähe und Orientierungsmodus.
Was folgt daraus? Beziehungskapazität.
Die Kirche hat weniger ein Angebotsproblem als ein Passungsproblem. Die Antwort der Arbeit ist darum eine Fähigkeit, kein zusätzliches Programm. Sie lässt sich in drei Schritten aufbauen.
«Beziehungskapazität ist die Fähigkeit einer Kirchgemeinde, unterschiedliche Beziehungserwartungen zu erkennen, passende Kontaktformen zu gestalten und deren Wirkung zu prüfen.»
Eine Gemeinde, vier Erwartungen.
Du entscheidest, was die Kirchgemeinde anbietet. Tippe eine Idee an und schau, wer aufleuchtet und wer sich abwendet.
Sechs Ideen liegen auf dem Tisch. Finde heraus, womit du wen erreichst.
Schritt 1erkennen
Welche Beziehungserwartungen treffen bei uns aufeinander? Wer sucht Gemeinwohl, wer Gemeinschaft, wer Reform, wer Resonanz? Das Beziehungscockpit macht sichtbar, an welchen Kontaktpunkten Beziehung entsteht oder abbricht: Kasualienfrequenz, Dialogrückmeldungen, Freiwilligen-Fluktuation, Raumnutzung.
Instrument: Beziehungscockpit
Schritt 2gestalten
Für jedes Muster gibt es ein eigenes Beziehungsversprechen und ein passendes Kontaktformat. Kein Archetyp will dasselbe: Die einen brauchen einen nachvollziehbaren Gemeinwohlbeitrag, die anderen echte Gestaltungsmacht, verbindliche Antworten oder Räume ohne Vereinnahmung.
Instrument: vier Pilotformate
Schritt 3prüfen
Jeder Pilot läuft 90 Tage, hat eine Lernfrage und endet mit einem Lernprotokoll: stoppen, anpassen oder skalieren. Ein quartalsweises BK-Board hält die Routine. Gemessen werden Beziehungssignale wie Wiederkontakt und Glaubwürdigkeit, nicht primär Mitgliederzahlen.
Instrument: Lernprotokoll + BK-Board
Mitgliederzahlen sind ein Spätindikator. Beziehungssignale wie Kontaktqualität, Wiederkontakt und wahrgenommene Glaubwürdigkeit zeigen viel früher, ob etwas entsteht. Genau dort setzt die Steuerung an.
Der Weg in die Praxis.
Vier Pilotformate, eines pro Archetyp. Jedes testet in 90 Tagen genau eine Beziehungskapazität, mit Lernfrage und Minimalindikator (Tabelle 8 der Arbeit). Danach wird entschieden: stoppen, anpassen oder skalieren.
Der Pfad beginnt bei der Diagnose und führt über vier Stationen. Klapp die Steckbriefe auf.
IdeeEin jährlicher Wirkungsbericht zeigt schwarz auf weiss, was die Kirchgemeinde im Quartier leistet: sozialdiakonisch, kulturell, gemeinschaftlich. Kommuniziert an alle Mitglieder, auch an die, die nie kommen.
LernfrageWird der gesellschaftliche Beitrag nachvollziehbarer?
IdeeDrei bis fünf konkrete Aufgaben als befristete Mandate von drei bis sechs Monaten, mit klarem Auftrag und echter Entscheidungskompetenz. Mitwirkung mit Anfang und Ende statt Ehrenamt ohne Ausstieg.
LernfrageErhöhen begrenzte Mandate die Mitwirkung?
IndikatorWiederkontakt, Folgeengagement
BudgetCHF 1’000 bis 3’000
Laufzeit90 Tage Pilotphase, dann Evaluation
3Für Kritische ReformerReformliste mit Antwortpflicht+
IdeeEin öffentliches Verzeichnis aufgenommener Kritikpunkte mit verbindlicher Antwortfrist von 60 Tagen. Jede Antwort dokumentiert: umgesetzt, geplant oder abgelehnt, mit Begründung. Kritik bekommt eine Adresse.
LernfrageWird Kritik als bearbeitet erlebt?
IndikatorAntwortquote, Vertrauenssignal
BudgetCHF 500 bis 2’000
Laufzeit90 Tage Aufbau, danach fortlaufend
4Für Spirituell AutonomeRitual- und Resonanzatelier+
IdeeEin monatliches offenes Format: Stille, Musik, ein kurzer Impuls. Keine Liturgie, keine Anmeldung, keine Mitgliedschaftserwartung. Der Raum ist das Angebot.
Die Evaluation läuft zweistufig: Nach 90 Tagen zählt, ob ein Pilot verstanden und genutzt wird. Nach zwölf Monaten zählen Beziehungssignale. Mitgliederzahlen taugen frühestens nach 24 Monaten als Spätindikator.
Für Ihr Gremium.
Was heisst das konkret, je nachdem, wo Sie Verantwortung tragen? Die Empfehlungen stammen aus Kapitel 6.3 der Arbeit und sind bewusst klein geschnitten: beschliessbar, budgetierbar, überprüfbar.
Beschluss
Programm «Beziehungskapazität»
Befristet auf zwei Jahre, mindestens ein Pilot pro priorisiertem Archetyp, im Budget sichtbar ausgewiesen und jährlich im Bericht zum kirchlichen Leben reflektiert. So wird aus einer Studie eine Steuerungsgrösse.
Jeder Pilot braucht: eine verantwortliche Person, eine Lernfrage, einen Entscheidpunkt nach zwölf Monaten.Routine
BK-Board, quartalsweise
Feste Agenda, vier Fragen: Welche Beziehungstypen erreichen wir, welche verlieren wir? Welche Kontaktpunkte funktionieren? Wo zeigen sich Warnsignale? Welche Piloten führen wir weiter?
Prüft die vier Beziehungsversprechen, nicht nur die Teilnahmezahlen.Jahrescheck
Beziehungsportfolio
Einmal pro Jahr prüfen: Welche der vier Beziehungskapazitäten stärken unsere bestehenden Angebote, Räume und Routinen bereits? Welche gehen leer aus? Die Steuerungsfrage wechselt von «Welche Angebote führen wir durch?» zu «Welche Beziehungserfahrungen ermöglichen wir?».
Macht blinde Flecken sichtbar, ganz ohne grosse Zielgruppenanalyse.
Förderung
Q-Kriterium im Innovationskredit
Die Instrumente existieren schon: Innovationskredit bis CHF 20’000, Entwicklungsfinanzierungen bis CHF 200’000, Inno-Journey. Es fehlt nur eine Frage im Gesuch: Welche Beziehungskapazität stärkt dieses Projekt, Glaubwürdigkeit, Teilhabe, Reformfähigkeit oder Resonanz?
Kein neues Gefäss nötig, nur ein schärferes Kriterium.Lernrahmen
Kantonale Lernarchitektur
Statt einer einheitlichen Mitgliederbindungsstrategie ein Rahmen, der Kirchgemeinden bei Entwicklung, Finanzierung und Auswertung archetypenspezifischer Piloten unterstützt. Subsidiarität bleibt gewahrt, niemand dreht dieselben Lernschlaufen allein.
Rolle der Landeskirche: ermöglichen statt vorschreiben.Format
Lerngruppe plus Lernpapier
Fünf bis acht Kirchgemeinden testen über zwei Jahre unterschiedliche Piloten und tauschen Erfahrungen systematisch aus. Ein jährliches Lernpapier zu Beziehungskapazität und Public Value macht die Ergebnisse allen zugänglich. Begleitung: Abteilung Kirchenentwicklung.
Aus lokalen Versuchen wird kantonales Wissen.
Kontaktpunkt
Kasualien als Beziehungsknoten
Taufe, Trauung, Bestattung sind für Distanzierte oft der einzige Kontakt im Jahrzehnt. Drei Phasen bewusst gestalten: Vorlauf (Erwartungen klären, vier bis acht Wochen vorher), die Handlung selbst (in der Wertlogik der Person), Nachsorge (Wiederkontakt anbieten, ohne Verpflichtung).
Beziehungsanlässe, keine Mitgliederbindungsinstrumente.Haltung
Vier Logiken, eine Gemeinde
Dasselbe Format kann den einen Archetyp gewinnen und den anderen verlieren. Vor jedem Angebot kurz fragen: Wen spricht das an, wen schreckt es ab? Die Archetypenkarten der Arbeit taugen dafür als Reflexionsraster, nicht als Schubladen für Menschen.
Die häufigste Fehlansprache: missionarischer Ton bei säkular Solidarischen.Signal
Beziehungssignale miterheben
Kurze, standardisierte Rückmeldungen nach Kontaktpunkten: Wie war die Kontaktqualität? Kommt jemand wieder? Solche Signale zeigen früher als jede Austrittsstatistik, ob Beziehung entsteht, und füttern das Beziehungscockpit der Kirchenpflege.
Mitgliederzahlen reagieren erst Jahre später, Beziehungssignale sofort.
Grundlage: Kapitel 6.3 (Governance und strategische Steuerung) und Tabelle 9 der Arbeit. Kasualien-Prozess: Anhang M.4.
Zum Vertiefen.
Für alle, die genauer wissen wollen: woher die vier Muster kommen, was Public Value bedeutet, wer hinter den Archetypen steckt und wo die Grenzen der Studie liegen.
Q-Methodik in 60 Sekunden
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36 Aussagen suchen ihren Platz im Raster: nur 2 ganz links, nur 2 ganz rechts, 8 in der Mitte.
So funktioniert es: 53 Personen sortierten 36 Aussagen über die Kirche in ein festes Raster von «stimmt gar nicht» (−4) bis «stimmt voll» (+4). Das Raster zwingt zum Abwägen, denn nicht alles kann ganz wichtig sein: 2 Plätze ganz aussen, 8 in der Mitte.
Danach sucht eine Faktorenanalyse (Hauptkomponentenanalyse mit Varimax-Rotation) Personen, die ähnlich sortiert haben. Jedes gemeinsame Sortiermuster ist ein , also eine geteilte Sichtweise. Ergebnis dieser Studie: vier Faktoren, denen sich 45 der 53 Teilnehmenden eindeutig zuordnen lassen. Zusammen erklären sie 44.3 Prozent der , mit Anteilen von 8.5, 13.3, 11.9 und 10.5 Prozent nach Rotation.
Selbst erleben? Im Expertenmodus sortierst du alle 36 Aussagen ins echte Raster, mit Auswertung nach Studienlogik.
Bemerkenswert: Keine einzige der 36 Aussagen wird von allen vier Faktoren statistisch gleich bewertet. Die vier Sichtweisen sind wirklich verschieden.
Das Schätzspiel: 36 Aussagen, vier Sichtweisen
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Eine Aussage, vier Meinungen. Schätz, wo der gefragte Archetyp die Aussage im Raster platziert hat: von −4 (stimmt gar nicht) bis +4 (stimmt voll). Danach siehst du alle vier echten Positionen aus der Studie.
Was heisst hier Public Value?
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Der Begriff steht im Titel der Arbeit und hinter jeder Sektion dieser Website: Public Value ist der Mehrwert, den eine Organisation für die Gesellschaft schafft, jenseits von Mitgliederzahlen und Bilanz. Mark Moore hat dafür 1995 das strategische Dreieck entworfen. Es verlangt, dass jede strategische Entscheidung drei Ecken zugleich bedient:
Für die Kirche heisst das: ein Wertangebot, das auf gesellschaftliche Bedürfnisse antwortet. Legitimation, die über die formale Mitgliedschaft hinausgeht. Und operative Strukturen, die differenzierte Beziehungsarbeit überhaupt leisten können.
Timo Meynhardt hat den Ansatz psychologisch geerdet: Public Value entsteht erst, wenn Menschen den Beitrag einer Organisation subjektiv als wertvoll erleben. Messbar wird er über vier Grundbedürfnisse:
Moralisch-ethischHandelt die Kirche gerecht? Wahrt sie Würde?
Hedonistisch-ästhetischMacht sie das Leben schöner? Schafft sie gute Erfahrungen?
Utilitaristisch-instrumentellIst sie nützlich und verlässlich? Gibt sie Orientierung?
Politisch-sozialStärkt sie Zusammenhalt und Zugehörigkeit?
Diese vier Dimensionen waren das Konstruktionsraster der 36 Aussagen. Darum misst die Studie den Wert der Kirche nicht in Franken, sondern in Sichtweisen: Die vier Archetypen sind vier Arten, genau diesen Wert zu gewichten.
Wer steckt hinter den Archetypen?
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Die Zugehörigkeit zu einem Faktor ergibt sich aus der Sichtweise, nicht aus Merkmalen wie Alter oder Wohnort. Trotzdem zeigen sich Schwerpunkte:
Solidarische DistanzierteBunt gemischt: aktive Mitglieder, Steuerzahlende ohne Kontakt, Nie-Mitglieder. Bildung von der Berufslehre bis zum Master, 7 von 9 links-progressiv.
Überzeugte GemeinschaftsmitgliederAlle 14 prägenden Q-Sorts sind aktive Mitglieder, 8 von 14 über 55. Die einzige Gruppe, in der sich verschiedene politische Lager treffen.
Kritische ReformerUrban und akademisch: 7 von 13 in der Stadt Zürich, 8 von 13 mit Master oder Doktorat, 12 von 13 links-progressiv. Hier finden sich 5 der 6 Ausgetretenen der Stichprobe.
Spirituell AutonomeDie Jüngsten: 6 von 9 unter 35, 7 von 9 Frauen. Beim Mitgliedschaftsstatus quer durch alle Kategorien.
Zu lesen als Tendenzen aus einer bewusst vielfältigen, aber nicht repräsentativen Stichprobe: 53 Personen, online erhoben, akademisch geprägt.
Vier Einwände, vier Antworten
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«Das sind doch Schubladen.»
Archetypen beschreiben geteilte Sichtweisen, keine Personen. Menschen tragen oft Anteile mehrerer Muster in sich; der Selbsttest zeigt darum Prozente statt Etiketten. Und 8 der 53 Teilnehmenden liessen sich keinem Faktor eindeutig zuordnen. Auch das gehört zum Bild.
«53 Personen sind zu wenig.»
Für eine Umfrage ja. Q-Studien streben aber keine statistische Repräsentativität an, sondern konzeptuelle Abdeckung: Jede erwartbare Perspektive soll mindestens einmal vertreten sein. Die Methode beantwortet, welche Sichtweisen es gibt, nicht, wie verbreitet sie sind. Für Häufigkeiten bräuchte es eine repräsentative Folgebefragung.
«Warum ausgerechnet vier Muster?»
Rein statistisch liesse die Parallelanalyse mit 1000 Zufallsmatrizen vier bis sechs Faktoren zu. Die Faktoren fünf und sechs ergaben inhaltlich kein schlüssiges Bild und wurden verworfen. Übrig bleiben vier gut interpretierbare Muster, die zusammen 44.3 Prozent der Varianz erklären.
«Gilt das auch für meine Gemeinde?»
Erhoben wurde im Kanton Zürich, nicht in einzelnen Gemeinden. Die Muster sind darum Hypothesen für die eigene Situation. Genau dafür gibt es die Pilotformate: klein, 90 Tage, mit einer Lernfrage, die zeigt, ob das Muster vor Ort trägt.
Was die Studie kann und was nicht
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Fünf Grenzen gehören zur ehrlichen Lesart dieser Arbeit:
Muster, keine Mengen. Die Q-Methodologie zeigt, welche Beziehungsmuster existieren. Wie viele Menschen im Kanton zu welchem Muster gehören, kann sie nicht sagen. Dafür bräuchte es eine repräsentative Folgebefragung.
Schiefe Stichprobe. Akademisch, links-progressiv und sozialberufsnah geprägt. Junge Männer ohne Hochschulabschluss und konservative, ländliche Milieus sind untervertreten.
Aussagenpool mit blinden Flecken. Die 36 Aussagen wurden systematisch aus Interviews und Literatur entwickelt. Trotzdem bleibt das Risiko, dass relevante Perspektiven fehlen.
Technik der Online-Erhebung. Einzelne Teilnehmende kämpften mit der Sortier-Software. Die Kennwerte zeigen keine systematische Verzerrung, ganz ausschliessen lässt sie sich nicht.
Insider-Position. Der Autor ist selbst in Kirchenpflege und Kirchgemeindeparlament aktiv. Das schärft den Blick für lokale Themen und kann ihn zugleich verengen. Volle Neutralität gibt es nicht.
Keine dieser Grenzen stellt die Befunde grundsätzlich infrage. Sie verlangen aber eine vorsichtige Lesart: empirisch fundierte Muster, deren Verbreitung offen bleibt.
Zum Weiterlesen
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Eine kleine Auswahl der Grundlagen, auf denen Studie und Website stehen:
Moore (1995). Creating Public Value. Harvard University Press. Der Ursprung des strategischen Dreiecks: öffentliche Organisationen als Schöpferinnen gesellschaftlichen Werts.
Benington und Moore (2011). Public Value: Theory and Practice. Palgrave Macmillan. Public Value als Leistung ganzer Netzwerke aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Genau dort steht die Kirche.
Meynhardt (2008). Public Value, oder: Was heisst Wertschöpfung zum Gemeinwohl? Der moderne Staat, 1(2). Die psychologische Wende des Konzepts: Wert entsteht in den Köpfen.
Meynhardt und Jasinenko (2021). Measuring Public Value. International Public Management Journal, 24(1). Die vier Wertdimensionen, an denen sich die 36 Aussagen dieser Studie orientieren.
Watts und Stenner (2012). Doing Q Methodological Research. SAGE. Das methodische Handbuch hinter Q-Sort, Faktorenanalyse und Interpretation.
Stolz et al. (2022). Religionstrends in der Schweiz. Springer. Der religionssoziologische Rahmen: Säkularisierung als Generationenphänomen.
Das vollständige Verzeichnis steht in der Masterarbeit; das PDF erscheint hier nach Abschluss des Bewertungsverfahrens.
Reden wir.
Fragen zur Studie, Kritik am Selbsttest oder Lust, eines der Pilotformate in Ihrer Kirchgemeinde auszuprobieren?